Verhältnis linke und rechte Hand

Updaten 8 months ago von camille

Definition

Anhand der Zeit, die mit jeder Hand verbracht wird, kannst Du sehen, ob die Verteilung zwischen linker und rechter Handarbeit identisch ist (50% / 50%) oder nicht. Es gibt Dir auch eine Vorstellung von der Zeit, die in einer geraden Linie verbracht wird, im Vergleich zu der Zeit, die in Kurven verbracht wird.

Wie wird das Verhältnis von linker Hand zu rechter Hand berechnet?

Um zu wissen, auf welcher Hand Du reitest, betrachtet Equisense Motion, wie sich das Pferd um seine vertikale Achse dreht. Er erkennt 3 Zustände: links abbiegen, geradeaus, rechts abbiegen. Die Geraden werden dann auf der Grundlage der vorangehenden und der nachfolgenden Kurve einer Hand neu zugewiesen.

Wenn die beiden Kurven in der gleichen Hand liegen, dann wird die Gerade auch dieser Hand zugewiesen. Befinden sich die beiden Kurven in unterschiedlichen Händen, wird die Gerade zweigeteilt und zur Hälfte der einen Hand und zur Hälfte der anderen Hand zugeschrieben!

Für Ausreiten kann es normal sein, dass die Verteilung zwischen linker und rechter Hand sehr unausgewogen ist. Das hängt damit zusammen, dass wir viel Zeit in einer geraden Linie verbringen und nur die Wegänderungen als Kurven zählen. Wenn Du jedoch eine Schleife machst, um zum Startpunkt zurückzukommen, drehst Du Dich oft mit derselben Hand. Also keine Panik :)

Warum ist das Verhältnis der linken und rechten Hand wichtig?

Dieser Wert gibt an, wie viel Zeit auf der linken und der rechten Hand sowie auf gerader Linie geritten wurde. Im Idealfall sollte das Verhältnis der linken und der rechten Hand je nach Trainingsschwerpunkt 50% / 50% sein, um der Entwicklung einer asymmetrischer Muskulatur auf Dauer vorzubeugen.

Beim Reiten haben wir oft das Gefühl, symmetrisch zu sein, was jedoch nicht unbedingt der Fall ist! 

Wir alle haben eine Lieblingshand und neigen dazu, diese mehr zu beanspruchen. Andererseits ist es aber auch nicht gut, die normalerweise vernachlässigte Hand auf einmal zu überanstrengen und somit die Entwicklung und Flexibilität der Muskeln zu behindern. Dies kann zu Stress und einer vorzeitigen Ermüdung und auf Dauer sogar zu der Entwicklung einer asymmetrische Muskulatur führen.  

In den meisten Fällen versucht der Reiter, das Verhältnis bestmöglich auszugleichen, um eine 50/50-Quote für jede Gangart zu erreichen. Das ist jedoch nicht immer so einfach! 

In einigen Fällen, besonders dann, wenn es sich um Pferde mit spezifischen Problemen des Bewegungsapparats handelt, ist es ratsam, mehr auf der einen als auf der anderen Hand zu reiten. Mit der Equisense App kannst Du sicher stellen, dass du die Empfehlungen Deines Tierarztes, Trainers oder Osteopathen befolgst.


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