Wie analysiere ich die Symmetrie?

Updaten 13/3/18 von Jennifer Arnoux

Die Symmetrie wird im Trab auf gerader Linie berechnet. Es handelt sich dabei um den Vergleich der Halbschritte eines Pferdes.

Der Trab ist eine Zweitaktgangart, bei der das diagonale Beinpaar gemeinsam vorgeschwungen wird. Verglichen wird also „rechtes Hinterbein/linkes Vorderbein - Schwebephase" mit der Abfolge „linkes Hinterbein/rechtes Vorderbein - Schwebephase".

In unserer Analyse vergleichen wir die vertikale Beschleunigung dieser beiden Halbschritte. Hier siehst Du z. B. zwei Schritte im Trab eines symmetrischen Pferdes in der Beschleunigungsphase

Beispiel einer guten Symmetrie

Man sieht sehr gut die 4 aufeinanderfolgenden Bodenkontakte der Hufe und die Schwebephase (half Schritte). Wenn wir die orangene Diagonale mit der roten vergleichen, sehen wir, dass die Beschleunigung im Moment des Bodenkontakts fast identisch ist. Das Pferd ist symmetrisch.

Beispiel einer Asymmetrie

Bei diesem Pferd ist die orangene Diagonale systematisch schwächer als die rote. Dieses Pferd ist daher asymmetrisch

Wenn das Pferd asymmetrisch ist, bedeutet das, dass eine der beiden Diagonalen weniger Abdruck ausübt als die andere.  

Anhand der Analyse der Rohdaten geben wir Dir ein Ranking Deiner Symmetrie auf einer Skala von 0 bis 10.
Du kannst dein Pferd somit mit einem idealen Pferd vergleichen. Beachte jedoch, dass es weder bei Tieren noch bei Menschen die perfekte Symmetrie gibt (10/10 existiert nicht!).

In Deinem Trainingsbericht findest Du Dein Symmetrie-Ranking sowie eine Abbildung der 4 Hufe Deines Pferdes. Sie werden je nach Note in verschiedenen Farben dargestellt:

> 7/10: die Hufe sind grün

 

3-6/10: die Hufe sind gelb

 

< 3/10: die Hufe sind rot


Die Symmetrie Deines Pferdes kann je nach Trainingseinheit variieren, ohne dass dies direkt auf ein Lahmen hindeutet. Daher ist es ebenso wichtig, die Entwicklung der Symmetrie mit Deinem Empfinden im Sattel abzugleichen.


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